Westumgehung: Langjährige Forderung der CDU Sinnersdorf wird endlich umgesetzt


Laut Mitteilung von Straßen.NRW wird am 26. April mit dem Bau der seit vielen Jahren von der CDU geforderten Westumgehung Sinnersdorf begonnen. Zuerst wird auf dem Feld an der Stommelner Straße ein weiterer Kreisverkehr gebaut, an den die vorhandene L 93 angeschlossen wird. Während dieser Zeit wird die Stommelner Straße hinter dem Sportgelände in Richtung Stommeln bzw. Sinnersdorf für den Verkehr gesperrt.

Anschließend soll in den Sommerferien ein weiterer Kreisel an der Pulheimer Straße L 183 (zwischen Sinnersdorf und Pulheim) entstehen. Auch hier wird die Strecke für einige Zeit nicht befahrbar sein.

Aufgrund der nahegelegenen Anschlussstelle zur A 57 ist Sinnersdorf stark von Durchgangsverkehr belastet. Vor allem die enge Roggendorfer Straße ist dem hohen Verkehrsaufkommen kaum gewachsen. Seit dem Bau der Nordumgehung im Jahre 1998, sie nimmt den von und nach Stommeln führenden Verkehr auf, hat es bereits eine deutliche Entlastung der Ortsmitte gegeben. Um aber das beabsichtigte Maß an Wirkung zu erzielen, ist eine Weiterführung der bestehenden Teilumgehung bis zur Pulheimer Straße dringend notwendig. Laut einer Prognose von Anfang dieses Jahrtausends wird die Realisierung der Westumgebung (L 183n) die Zahl der Fahrzeuge auf der Roggendorfer Straße noch einmal halbieren.

In den letzten 16 Jahren hat es viele Verzögerungen im Planungsablauf der Westumgehung gegeben. Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, bereits im Jahre 2007 mit dem Bau der Straße zu beginnen. Die wiederholten Verzögerungen veranlassten die drei damaligen Sinnersdorfer CDU-Ratsvertreter, sich in einem offenen Brief an den damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers zu wenden, um ihn um Unterstützung zu bitten – auch im Hinblick auf eine weitere Umgestaltung der Sinnersdorfer Ortsmitte, die wesentlich von der Realisierung des Straßenprojektes abhängt.

Tatsächlich wurde die Westumgehung unter der CDU-geführten Landesregierung im Landesstraßenbedarfsplan aus dem Jahre 2007 ein Projekt der Stufe 1. Im Jahre 2008 wurde von der Landesregierung eine Bauausführung bis 2011 beschlossen!

Nach der Landtagswahl im Jahre 2010 und dem Regierungswechsel zu einer rot-grünen Landesregierung wurde das Projekt lange Zeit nicht mehr weiterverfolgt. Auf mehrere kleine Anfragen durch die CDU-Landtagsabgeordnete Rita Klöpper erhielten die Sinnersdorfer Bürger ständig die Antwort, dass die Realisierung der Westumgebung von den verfügbaren Mitteln für den Straßenbau im Landeshaushalt abhänge. Eine hohe Priorität wurde nicht mehr gesehen. Wieso Herr van den Berg heute meint, „Wir bauen die Umgehung für Sinnersdorf.“, kann unter diesen Umständen nicht nachvollzogen werden. Die SPD-geführte Landesregierung hatte es seit 2011 in der Hand, für einen schnelleren Baubeginn zu sorgen. Erst am 15. April 2013 wurde von der Bezirksregierung Köln der Planfeststellungsbeschluss erlassen. Seitdem ist das Vorhaben abschließend genehmigt und es besteht Baurecht. Im April 2017 wird nun mit dem Bau begonnen.

Die Pulheimer CDU freut sich für alle Sinnersdorfer, aber auch für alle Berufspendler, die täglich zur A 57 fahren. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass im nächsten Jahr – egal von welcher Landesregierung – die benötigten Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden, damit es nicht zu einem längeren Baustopp kommt.