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Die Trauerkultur muss gewahrt bleiben


Im Zuge der Diskussion um die geplante Neufassung der Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Pulheim führt die Stadtverwaltung derzeit die vom Rat beschlossene Beteiligung davon besonders Betroffener durch, wie beispielsweise Kirchen, Religionsgemeinschaften, Friedhofsgärtnereien, Steinmetzfirmen, Bestattungsunternehmen usw.

Um speziell für die beiden Sinnersdorfer Friedhöfe ein Meinungsbild zu erhalten, hatte Ortsvorsteher Josef Klaes die Sinnersdorfer Ratsvertreter aller Fraktionen, Vertreter der katholischen und der evan­gelischen Kirchengemeinde sowie den Sinnersdorfer Bestatter Thomas Huth Ende Januar zu einem Gedankenaustausch eingeladen. Dabei wurden verschiedene Sichtweisen und Aspekte erörtert, von der Notwendigkeit, die Bestattungsgebühren durch Einsparungen bei der Friedhofspflege zu senken, über Informationen zu Anzahl und Arten von Bestattungen bis hin zur kulturhistorischen Bedeutung von Friedhöfen und Grabmälern. Die Beteiligten waren sich einig, dass eine Schließung des Alten Friedhofes nicht in Betracht kommt; vielmehr kann ein Einspareffekt dadurch erzielt werden, dass nicht benötigte Erweiterungsflächen des Neuen Friedhofes aus der Pflege herausgenommen werden. Neuen Bestattungsformen wie beispielsweise Rasengräbern oder Friedhofsgärten stehen alle offen gegenüber, wobei entsprechende Flächen anhand des erforderlichen Bedarfs angelegt werden soll­ten. Wichtigster Gesichtspunkt in der Diskussion war und bleibt jedoch, dass die Trauerkultur weiter­hin mit Würde und Pietät gewahrt wird.

Die Beteiligten wollen die Eindrücke aus dem Gespräch nun mit in ihre Gremien nehmen (Fraktionen, Kirchenvorstand, Presbyterium) und dort beraten. Auch die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an Parteien, Kirchen und insbesondere die Stadtverwaltung zu wenden und ihre Sicht der Dinge in die Diskussion mit einzubringen.