Sinnersdorfer schöpfen ihr Papier selbst


Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Info-Palette Umland“ besuchten am 25. Juni mehr als 20 Sinnersdorferinnen und Sinnersdorfer die Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach, die heute als ein Industriemuseum des Landschaftsverbandes Rheinland geführt wird.

Zunächst hörte die Gruppe etwas über die Papierherstellung in früheren Zeiten, über die Wandlungen im Industriezeitalter und in der Neuzeit. Die eingesetzten Verfahren und Maschinen der letzten 200 Jahre wurden erläutert. Im Laufe der Zeit stieg der Papierverbrauch an, Bücher wurden zum Allgemeingut, die Einführung der Schulpflicht in Deutschland ca. um 1850 steuerte ihren Anteil dazu bei. Die zuvor reine Handarbeit der Papierherstellung wurde mechanisiert.

Mittels einer 6 Meter langen Labor-Papiermaschine konnte man die industrielle Herstellung von Papier verfolgen. Auch hier ist der Papierbrei das Ausgangsprodukt, dem in der Maschine der Wasseranteil entzogen wird, er wird geglättet und getrocknet. Innerhalb von 4 Minuten entsteht das fertige Papier, bereit zum Aufrollen in Endlosform. Über die Leistungsfähigkeit einer heutigen Maschine, die in wenigen Minuten eine 6 Meter bereite Papierrolle von 25 Tonnen Gewicht herstellt, konnte nur gestaunt werden.

Zum Schluss des Rundganges konnten die Teilnehmer selbst an der „Bütte“ stehen, schöpfen, gautschen und das Blatt Papier weiterverarbeiten und sich so einen Eindruck verschaffen, wie mühsam die körperlich schwere
Arbeit war.

Bei einer Tasse Kaffee im Museumscafé klang die erkenntnisreiche Veranstaltung der CDU Sinnersdorf aus.