Überarbeitetes Friedhofskonzept beschlossen


Vor rund zwei Jahren hatte die Verwaltung dem Rat zum ersten Mal ihre Vorschläge für ein neues Friedhofskonzept vorgelegt. Ziel war und ist es, eine würdige Bestattungskultur zu erhalten, die ständig steigenden Kosten für die Pflege der Friedhöfe aber zu senken, um die Bestattungsgebühren für die Bürgerinnen und Bürger stabil zu halten.

Damals wurde beschlossen, zunächst die von den Plänen besonders betroffenen Personenkreise und Institutionen wie Kirchen, Friedhofsgärtnereien und Bestattungsunternehmen anzuhören, was im Laufe des letzten Jahres geschehen ist. Weiterhin sind zu dem Thema in diesem Jahr insgesamt fünf Bürgerversammlungen durchgeführt worden; die in Sinnersdorf fand am 20.05.2016 statt.

Zwischenzeitlich sind die aus diesem Beteiligungsprozess resultierenden Eingaben ausgewertet worden und teilweise in die Überarbeitung des Konzepts eingeflossen. In einer Sondersitzung am 15.11.2016 hat der Rat das neue Konzept nun verabschiedet. Neben neuen Bestattungsformen wie beispielsweise Kolumbarien, Rasengräbern oder Urnengemeinschaftsanlagen ist auch die teilweise Schließung von Friedhofsflächen beschlossen worden. Gegenüber dem Ursprungskonzept aus dem Jahre 2014 sind dabei folgende Verbesserungen erzielt worden:

  • In Sinnersdorf bleiben beide Friedhöfe erhalten. Von den Flächen des neuen Friedhofs werden lediglich diejenigen aus der Pflege herausgenommen, die für eine Erweiterung vorgesehen waren bzw. am Rand des Friedhofs zum Randkanal hin gelegen sind. Auf dem alten Friedhof sollen lediglich bestimmte, derzeit schon nicht mehr voll belegte Flächen im Süden (zur Görreshofstraße hin) in der Regel nicht mehr für Neubestattungen zur Verfügung stehen.
  • Auf den auslaufenden Flächen können weiterhin bestimmte Bestattungen vorgenommen werden, und zwar dort, wo bereits Gräber vorhanden sind. Hier können Ehe- und Lebenspartner, Eltern, Kinder und „Schwiegerkinder“ von bereits Verstorbenen weiterhin in bestehenden Gräbern beigesetzt werden. Gleiches gilt für die Verlängerung von dort bestehenden Nutzungsrechten.

Dabei ist die Mehrheit des Rates nicht dem Vorschlag des Ursprungskonzepts gefolgt, das auf dem alten Friedhof eine Schließung der Flächen im Norden (zur Stommelner Straße hin) vorgesehen hatte. Vielmehr sollen diejenigen Flächen auslaufen, die heute schon überwiegend nicht mehr mit Gräbern belegt und auf denen folglich weniger Nutzungsrechte betroffen sind. Außerdem befinden sich auf der Seite zur Stommelner Straße hin die Hauptzuwegung mit der Trauerhalle und die denkmalgeschützen Grabmäler, die dann hätten versetzt werden müssen.