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Biogasanlage zwischen Pulheim und Sinnersdorf?


In der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 31. Mai wurde ein Projekt vorgestellt, das vorsieht, eine Biogasanlage südwestlich von Sinnersdorf zu errichten. Die Firma RheinEnergie und zehn landwirtschaftliche Betriebe haben sich zu einer Projektgesellschaft zusammengeschlossen, die die geplante Anlage betreiben soll.

Eine Biogasanlage produziert aus landwirtschaftlichen Rohstoffen (Maissilage, Ganzpflanzengetreide und Gülle) ein methanhaltiges Gasgemisch, das in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt wird. Im Falle der vorgesehenen Anlage würden die Einsatzstoffe mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen aus einem Umkreis von 5 km zur Anlage transportiert. Pro Jahr werden 12.000 t Feststoffe und 1.000 t Gülle benötigt.

Im Ausschuss sollte der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes sowie zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan gefasst werden. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder (außer den Vertretern der Grünen) befürchtet eine extreme Geruchsbelästigung und eine nicht unerhebliche Zunahme des Verkehrs. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde beschlossen, vor der Planänderung eine Bürgerversammlung einzuberufen, in der ein unabhängiger Fachmann über Biogasanlagen informiert. Des weiteren wird eine vergleichbare Anlage vom Fachausschuss besichtigt.

Die CDU Sinnersdorf wird das Verfahren sehr kritisch begleiten, da unserer Meinung nach der Ort Sinnersdorf schon durch die Zentralkläranlage einer Geruchsbelästigung ausgesetzt ist und der Verkehr im Ort durch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge extrem verstärkt würde.