Starkregenereignis in Sinnersdorf am 03.07.2010


Nach dem Starkregenereignis am 03.07.2010, bei dem insbesondere das Sinnersdorfer Ortszentrum (Kesselsgasse, Stommelner Straße) überflutet worden war, hatten Ortsvorsteher Josef Klaes und Ratsherr Hans-Rudolf Müller betroffene Anlieger spontan zu einer Bürgerversammlung am 13. Juli ins kath. Pfarrheim eingeladen.

Hier stellten Erster und Techn. Beigeordneter Michael Senk und Olaf Kleine-Erwig, Leiter des städtischen Tiefbauamts, die Entwässerungssituation in Sinnersdorf vor und sagten zu, konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu erarbeiten. Diese wurden in der jüngsten Sitzung des Tiefbau- und Verkehrsausschusses vorgestellt.

Sinnersdorf entwässert derzeit über drei Regenwasser-Hauptsammler zum Regenrückhaltebecken Ecke Stommelner Straße / Wupperstraße. Der Abfluss dieses Beckens erfolgt über ein Pumpwerk in den Kölner Randkanal. Die Hydraulik der Kanalisation als Grobnetz und des Rückhaltebeckens wurde nun noch einmal untersucht.

Da ohnehin schon seit längerem geplant ist, neben dem Regenrückhaltebecken ein separates Regenklärbecken zu errichten, wurde überprüft, ob und inwieweit durch diese und weitere Maßnahmen Entlastungen erreicht werden können. Es wurde festgestellt, dass durch das geplante Regenklärbecken und den Neubau eines Stauraumkanals das Rückhaltevolumen bereits vergrößert werden kann. Zusätzlich hat das beauftragte Ingenieurbüro eine Vergrößerung des Rückhaltebeckens um ca. 1.500 m³ empfohlen. Die dafür zusätzlich benötigten finanziellen Mittel von rund 150.000 € hat das Fachamt für den Haushalt 2011 angemeldet. Als weitere Verbesserung soll eine Versickerung des Wassers über die bislang undurchlässige Bodenfläche des Beckens ermöglicht werden.

Es bleibt darauf hinzuweisen, dass bei Starkregenereignissen dieses Ausmaßes (in Sinnersdorf gingen in eineinhalb Stunden knapp 50 l Wasser pro Quadratmeter nieder) auch bei noch so groß dimensionierter Infrastruktur Überflutungen nie vollständig ausgeschlossen werden können.