Das Hallenbad am Pulheimer Sportzentrum ist dringend sanierungsbedürftig

Schwimmbadentscheidung getroffen – Hallenbadneubau in Stommeln sichert auch den Freibadstandort


Das neue Hallenbad wird am Standort des Freibades in Stommeln gebaut. Dieses bleibt in seiner jetzigen Form erhalten. Das hat der Rat mit einer breiten Mehrheit aus CDU, FDP und SPD in seiner Novembersitzung entschieden. Eine über mehrere Jahre und zahlreiche Varianten währende Diskussion über die Bäderlandschaft im Stadtgebiet Pulheim geht zu Ende.

Die Einzelheiten:

  • Im Hallenbad wird ein 25-m-Schwimmerbecken mit fünf Bahnen sowie einem dort integrierten Sprungturm errichtet. Der Sprungturm wird ein 1-m-Brett und eine 3-m-Plattform bekommen. Im Sprungbereich wird das Becken 3,80 m tief sein.
  • Darüber hinaus wird im Hallenbadbereich ein Lehrschwimmbecken mit durchgehendem Hubboden errichtet.
  • Das Freibad bleibt in seiner jetzigen Form erhalten, d. h. mit Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken und Springerbecken einschließlich Sprungturm.
  • Eine Verbindung zwischen Hallen- und Freibadbereich soll eine optimale Nutzung der Wasserflächen und der Einrichtungen gewährleisten. Als Verbindung ist dabei kein Schwimmkanal gemeint, sondern die Möglichkeit, die seitliche Fassade zu öffnen, sowie eine fußläufige Verbindung mit Durchschreitebecken.
  • Zudem wird eine Sauna errichtet, die nicht den Charakter einer großen „Wellness-Landschaft“ erhalten, sondern eine zweckmäßige Einrichtung sein soll.

Damit hat der Rat in der Standortfrage mehrheitlich an seinem Grundsatzbeschluss aus dem Jahre 2008 festgehalten und hinsichtlich der Umsetzung größtenteils auf die Kompromissvariante zurückgegriffen, die Bürgermeister Frank Keppeler und die Vorsitzenden aller Ratsfraktionen schon im Sommer 2011 favorisiert hatten. Die Überlegungen, die seinerzeit zu dem Beschluss geführt hatten, sind nach wie vor aktuell:

  • Bei einer Sanierung bzw. einem Neubau des Hallenbades in Pulheim an der jetzigen Stelle würde dieses für den gesamten Zeitraum der Arbeiten weder der Öffentlichkeit noch den Schulen und Vereinen zur Verfügung stehen.
  • Mit einer Verlagerung des Hallenbades an den Standort des Freibades in Stommeln soll der dort in absehbarer Zeit erforderliche Sanierungsbedarf aufgefangen und der attraktive Standort des Freibades langfristig gesichert werden.
  • Bei der Bündelung von zwei Bädern an einem Standort können mit gemeinsam nutzbarer Technik und Infrastruktur (Kassen, Umkleiden, Sanitäranlagen usw.) sowie mit nur an einer Stelle für Hallen- und Freibad einsetzbarem Personal Synergieeffekte erzielt und damit Kosten gespart werden.
  • Die zweifache Schwerpunktsetzung mit der Sauna im Winter und dem Freibad im Sommer ermöglicht eine homogene Auslastung der Anlagen im Jahresverlauf. Insbesondere die Übergangszeiten und die Schlechtwetterperioden, in denen ein Hallenbad nicht mehr und ein Freibad noch nicht genutzt werden, können künftig besser ausgelastet bzw. überbrückt werden, so dass insgesamt deutlich längere Zeiten für die Nutzung durch die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Die CDU steht hinter diesem Beschluss. Aus ihrer Sicht steht im Vordergrund, dass der Freibadstandort Stommeln langfristig nur gesichert und Synergieeffekte nur erzielt werden können, wenn das Hallenbad ebenfalls dort und nicht separat in Pulheim gebaut wird.