Planungskonzept Sinnersdorfer Ortsmitte / Planung: ARGOSARCHITEKTUR+STÄDTEBAU, Basel (Grafik: Thomas Römer; Datengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende/ODbL)

Umgestaltung der Ortsmitte


Mit Eröffnung der Westumgehung L183n im Oktober 2018 wird Sinnersdorf vom Hauptdurchgangsverkehr entlastet. Diese Verkehrsreduktion ermöglicht eine umfassende Umgestaltung der Ortsmitte, bei der die vorhandenen Verkehrsflächen auf ein gesundes Maß zurückgebaut und im gleichen Zuge gestalterische Defizite ausgeglichen werden können.

Als sich abzeichnete, dass die Westumgehung in absehbarer Zeit realisiert werden würde, wurde auch über zukünftige Maßnahmen in der Ortsmitte nachgedacht. Das Planungsbüro ARGOSARCHITEKTUR+STÄDTEBAU aus Basel (Schweiz), das seinerzeit auch am städtebaulichen Rahmenplan für Pulheim mitwirkte, legte im Jahr 2005 einen entsprechenden Planungsvorschlag vor. Das Konzept besteht aus separaten Bausteinen, die unabhängig voneinander beschlossen und realisiert werden können. Bislang ist lediglich über den zwischenzeitlich bereits realisierten Umbau des Kirchenvorplatzes (s. u.) abschließend entschieden.

Das Planungskonzept in Auszügen

Weitgehende Zustimmung in der Bevölkerung

Am 07. April 2005 wurde die Sinnersdorfer Bevölkerung im Rahmen einer von der Stadtverwaltung veranstalteten Einwohnerversammlung in der Horionschule über die Planungen informiert. Der Stadtplaner Prof. Degen vom Planungsbüro ARGOSARCHITEKTUR+STÄDTEBAU sowie Vertreter der Stadt präsentierten die Vorschläge ausführlich. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Bürger vor allem in Fragen der Neuregelung der Verkehrssituation im Ortskern Diskussionsbedarf sahen, während die gestalterischen Vorschläge weniger kontrovers gesehen wurden. Alle Anregungen und Bedenken der Bürger flossen in den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess ein.

In seiner Sitzung am 30. November 2005 fasste der zuständige Umwelt- und Planungsausschuss einstimmig den Beschluss, die Verwaltung mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen zu beauftragen. Dabei ging es zunächst um die städtebaulich-gestalterische Aufwertung der Plätze, insbesondere des Kirchenvorplatzes.

Im Mai 2006 wurde von der Verwaltung ein neuer Sachstandsbericht vorgelegt. In den Monaten zuvor waren diverse Gespräche geführt worden, um die Voraussetzungen für die Auftragserteilung zur Erarbeitung der Ausführungsplanung zu schaffen, u. a. mit der katholischen Kirchengemeinde St. Hubertus als Eigentümerin des Kirchenvorplatzes sowie mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW.

Der Kirchenvorplatz als erste Maßnahme

Auf Antrag der „Sinnersdorfer Runde“, bestehend aus Mitgliedern aller politischen Parteien im Ort sowie der Kirchengemeinde, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss Ende 2006 die Realisierung der „großen Lösung“ für den Kirchenvorplatz, bei dem die separate Linksabbiegerspur auf der Roggendorfer Straße zugunsten eines vergrößerten Platzes entfiel.

Der Kirchenvorplatz wurde im Jahr 2007 als erste Baumaßnahme umgestaltet und am 02. November 2007 im Rahmen einer kleinen Feier eingeweiht.

Nach Inbetriebnahme der Westumgehung können nun weitere Maßnahmen konkret geplant werden.